Fertigungssteuerung in der variantenreichen Auftragsfertigung

Ein Vorgehen in drei Schritten

Christoph Koch, Daniel Trzyna, Hermann Lödding und Andreas Mehlhart

Die systematische Konfiguration der Fertigungssteuerung ist erforderlich, um die logistischen Ziele einer Fertigung zu erreichen. In der Auftragsfertigung sind kurze und stabile Durchlaufzeiten wichtige Ziele. Eine bestandsregelnde Auftragsfreigabe und die Reihenfolgebildung nach Termin unterstützen auch bei hoher Produktvarianz und komplexen Materialflüssen die logistische Zielerreichung. In diesem Anwendungsfall werden die Effekte durch eine vergleichende Messung belegt.

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Produktionssteuerung bei hoher Variantenvielfalt in der Elektronikfertigung
Conwip: Eine Variante zum klassischen Pull

Alexander Wuthnow, Jochen Deuse, Technische Universität Dortmund

Ein kontinuierlicher Anstieg der Variantenvielfalt, lange Durchlaufzeiten und hohe Bedarfsschwankungen prägen viele Wertströme in der Elektronikindustrie. Die Implementierung von Nivellierung und Ziehprinzip soll dabei helfen, Regelabläufe und standardisierte Arbeit in der Fertigung zu ermöglichen. Als Lösungsansatz wird in diesem Artikel an einem Praxisbeispiel die Umsetzung einer hybriden Conwip-Steuerung vereinigt mit dem Baustein Nivellierung vorgestellt.

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Editorial

Anwender setzen neue Schwerpunkte im Produktionsmanagement!

Eine deutliche Trendwende ist gegenwärtig im Markt für Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme festzustellen. Immer mehr Industrieunternehmen entscheiden sich für intelligente, flexible und einfach zu bedienende Lösungen. Sie lassen sich nicht mehr jede Infrastruktur als angeblich notwendig verkaufen und bewerten Software auch nicht nur nach ihrem Funktionsangebot, sondern auch nach ihrer Zukunftsfähigkeit.
Den zunehmenden Dezentralisierungstendenzen kommen schon jetzt einige Anbieter stark entgegen. So lassen sich lose gekoppelte Werksverbunde über EDI erstmals auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen realisieren. Sichten, die über den Werksverbund gelegt werden, erleichtern das Treffen unternehmerischer Entscheidungen.
Unter besonders starkem Druck stehen dabei die Zulieferbetriebe für Montagefabriken, etwa im Fahrzeugbau. Hier sind einige Lösungen entstanden, die wegweisend auf dem Weg zu dezentral geführten, aber zentral koordinierten Produktionseinheiten sind.
In vielen Unternehmen ist das PPS-System immer noch das Herz der Produktion. Doch auf die Verbindung mit den anderen Organen wird viel mehr Wert gelegt. Systeme, die nicht in der Lage sind, mit Konstruktionsstücklisten dem Prozeßablauf entsprechend umzugehen, werden bald gänzlich abgelöst werden. Und die Abgrenzung zwischen Planungssystem und Istabgleich verschwimmt bei einigen Anbietern zusehends, da immer mehr Funktionen der Fertigungssteuerung in die PPS-Systeme integriert werden.
Jedoch auch ein Trend in eine ganz andere Richtung wird immer stärker.  Unternehmen, die sich ganz vom Determinismus der Fertigungssteuerung gelöst haben und ihre Feinsteuerung nunmehr wieder gänzlich durch erfahrene Mitarbeiter durchführen lassen - unterstützt natürlich durch entsprechenden organisatorische Veränderungen. Doch auch für diesen Weg, für den es erfolgreiche Praxisbeispiele gibt, ist ein PPS-System, das mindestens Rahmentermine für Leitteile setzt, auch weiterhin unverzichtbar.



Was macht eine gute Planung aus?
Ergebnisse einer empirischen Umfrage in Produktionsunternehmen

Herbert Jodlbauer und Sonja Reitner

Logistische Kenngrößen wie Bestände, Liefertreue und Durchlaufzeit spielen eine wichtige Rolle in der Produktionsplanung und -steuerung. In einer empirischen Studie werden die eingesetzten Planungshilfsmittel und deren Bewertung durch die Unternehmen untersucht. Der Detaillierungsgrad der Planung, die Verwendung von passenden Losgrößen und überlappende Fertigung können Beiträge zur Verbesserung der logistischen Kennzahlen leisten. Diese Zusammenhänge werden hier empirisch nachgewiesen.

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